Zum 70. Geburtstag der Menschenrechtscharta

Zum 70. Geburtstag der Menschenrechtscharta

„Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren.“ So beginnt Artikel 1 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, die heute vor 70 Jahren, am 10. Dezember 1948, von den Vereinten Nationen verabschiedet wurde. Aus der Erfahrung der Gräueltaten des zweiten Weltkriegs fasste man den Entschluss, Regeln festzuschreiben, um Frieden und Gerechtigkeit in der Welt zu fördern. Es wurden Anspruchsrechte festgelegt, die ein Bürger besitzt und die von der Staatsmacht akzeptiert werden. Diese Rechte sind angeboren und unverlierbar, sie sind universell und fundamental. Dazu zählen u.a. das Recht auf Leben, zahlreiche Freiheitsrechte wie die Meinungs- und Religionsfreiheit, Recht auf Subsistenz, Bildung und soziale Sicherheit.

Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte besitzt keine völkerrechtliche Verbindlichkeit – doch wurde sie inhaltlich in vielen Ländern in bindende Gesetzestexte aufgenommen. Beispielsweise in im Deutschen Grundgesetz finden sich die Menschenrechte der Menschenrechtscharta festgeschrieben.

Alle Menschen sind gleich an Rechten und doch sind sie es nicht: Weltweit leiden hunderte Millionen Menschen an Hunger und Armut. Angesichts globaler Ungleichheit ist es von großer Bedeutung, als Gemeinschaft für soziale Gerechtigkeit einzustehen.

Mit unserer Entwicklungszusammenarbeit in Bolivien verfolgen wir das Ziel, die Lebensumstände der Landbevölkerung zu verbessern, die unter erschwerten Bedingungen ihren Alltag bestreitet: Die Bewohner des infrastrukturschwachen Micanis haben sich ihr Leben mit begrenzenten Mitteln eingerichtet. Sie kochen am offenen Feuer, sanitäre Anlagen gibt es kaum und die Lebensmittel reichen mehr schlecht als recht. Die gesundheitlichen Risiken sind aufgrund von hohen Rauchgasemissionen, Krankheitsübertragung und Mangelernährung enorm. Unser Vorhaben ist es, die gesundheitlichen Gefahren im alltäglichen Leben der Bewohner Micanis zu bannen und ihnen ein würdigeres Leben zu ermöglichen.

Nach dem Prinzip der Hilfe zur Selbsthilfe analysieren wir gemeinsam mit der ansässigen Bevölkerung Probleme und Bedürfnisse, um diese anschließend mit lokal angepassten Methoden anzugehen. Dabei entstanden bisher u.a. rauchfreie Kochstellen und Mikrobewässerungsanlagen, dank welcher auch während der monatelangen Trockenzeit eine ausgewogene Ernährung gelingt. Außerdem stellen regelmäßige Schulungen und Workshops zu Hygiene-, Gesundheits- und Handwerksthemen eine wichtige Komponente unseres Konzepts dar, Bildung als Schlüssel zum Wandel zu nehmen.

Im Kontext des Klimawandels
Unsere Vision ist es, das Leben der Menschen im ländlichen Bolivien grundlegend zu verbessern. Welche direkten Auswirkungen, klimatische Veränderungen auf das Leben in Micani haben, und wie wir versuchen, die Bewohner in ihrem Alltag zu unterstützen, erfahren Sie in unserem Bericht.
Helfen Sie mit!
Unser ganzheitlicher Ansatz hat zum Ziel, gemeinsam mit der lokalen Bevölkerung einen langfristigen Wandel anzustoßen, der nachhaltend eine Vielzahl an Lebensbereichen betrifft. Unterstützen Sie unsere Entwicklungsarbeit mit Ihrer Spende!

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