Finanzierung gesichert! Projektstart von „Sumaj Causay“

Finanzierung gesichert! Projektstart von „Sumaj Causay“

Über ein Jahr hatte man auf diesen Tag hin gefiebert, zweimal musste der geplante Projektstart wegen der noch unvollständigen Finanzierung verschoben werden. Das lag an der Ungewissheit, ob es uns gelingen würde, das Projekt Sumaj Causay* (Quechua: besser leben) ausreichend zu finanzieren.

Mit der Gründung unseres Vereins im Frühjahr 2018 begann der Traum unseres bislang größten Gesundheitsprojekts in Micani. Das ehrgeizige Ziel stand von Beginn an fest: Wir waren uns mit unseren PartnerInnen aus den Dörfern Micanis einig, dass wir die im Kochstellenbau gemeinsam erprobten Abläufe weiterentwickeln wollten, um den Familien dieser Dörfer gezielt und noch wirkungsvoller mit Unterstützung zu begegnen: Saubere Toiletten, Wasserfilter und ein gesteigertes Bewusstsein für Hygiene und Krankheitsprävention sollten die LokalexpertInnen möglichst eigenständig in ihren Heimatdörfern verbreiten.

Unser Weg zur Projektfinanzierung

Doch um den Traum wahr werden zu lassen, fehlte es im vergangenen Jahr noch an Vielem. Hauptamtliche in Bolivien (eine Projektkoordinatorin und ein Techniker) müssen eingestellt, Materialien eingekauft werden, Schulungen müssen durchgeführt und Transportkosten gedeckt werden. Trotz der Unterstützung großherziger SpenderInnen haben wir unser gemeinsames Ziel noch nicht erreicht, da eine langfristig planbare Finanzierung des Projektes notwendig ist, um es nachhaltig umzusetzen. Aus diesem Grund wurden zahlreiche Stiftungen, öffentliche Geldgeber und andere philanthropische Vereinigungen kontaktiert; Anträge wurden geschrieben, eingereicht, überarbeitet und erneut eingereicht; es fanden zahlreiche Gespräche und Vorträge statt, in denen wir lernten unsere Arbeit der Öffentlichkeit gegenüber besser zu kommunizieren. Leider mussten wir auch lernen, wie schwer es für eine junge Organisation wie Aktion Sodis ist, den benötigten Vertrauensvorschuss von institutionellen Geldgebern zu erhalten.

Doch nun ist es soweit! Wir möchten drei ganz unterschiedliche Organisationen vorstellen, die die Umsetzung von Sumaj Causay durch ihre Förderung verschiedener Projektabschnitte und Teilprojekte möglich machen:

1. Die Aktion eine Welt Rottweil ist der Kirchgemeinde Heilig-Kreuz Rottweil zugeordnet. Durch Altmaterialsammlungen, Spenden und den Verkauf von Büchern, Kleidern und Möbeln aus zweiter Hand erwirtschaften die ehrenamtlichen Mitglieder Jahr für Jahr Gelder, welche Projekten zugutekommen, die dem Gedanken der „Hilfe zu Selbsthilfe“ folgen. Entstanden war die Idee 1972 bei einer Jugendfreizeit der Gemeinde.

2. Die Georg Kraus Stiftung ist inzwischen ein langjähriger Partner unseres Projekts. Bereits zweimal förderte die Hagener Stiftung unsere Arbeit im Rahmen des Kochstellenbaus. Wir schätzen von Beginn an den freundlichen Kontakt und die Hilfsbereitschaft des Teams der Georg Kraus Stiftung, unsere Arbeit nicht nur finanziell zu unterstützen.

3. Im Bereich des zivilgesellschaftlichen Engagements führt kaum ein Weg an den Schmitz Stiftungen Durch ihren Kleinprojektefonds fördern sie im Auftrag des Bundesministeriums für Entwicklung und Wirtschaftliche Zusammenarbeit Jahr für Jahr Projekte der Entwicklungszusammenarbeit in aller Welt, so auch unsere Projekte.

Wir danken allen UnterstützerInnen unserer Arbeit und freuen uns darauf, bald Weiteres von dem Start unseres neuen Projekts berichten zu können.

Cornelia Addicks ist langjährig selbst in der Entwicklungszusammenarbeit tätig gewesen. Die freie Journalistin arbeitet ehrenamtlich im Bücherverkauf der Aktion eine Welt Rottweil und ist die Verbindungsperson zu unserer Organisation.

*Während seiner Konzeption lief das Projekt noch unter dem Namen Yachaqkuna (Quechua: diejenigen, die Bescheid wissen). Gemeinsam mit unseren bolivianischen PartnerInnen einigten wir uns nun auf diesen aussagekräftigeren Projekttitel.

Messbare Nachhaltigkeit!
Traditionell wird in Micani an offenen Feuerstellen gekocht. Die hohe Rauchbelastung verursacht gefährliche Atemwegs-erkrankungen. Diesem Problem begegnen die Yachaqkuna mit dem Bau von rauchfreien Kochstellen: Mittlerweile haben sie 60% aller Haushalte in Micani erreicht.
Helfen Sie mit!
Unser ganzheitlicher Ansatz hat zum Ziel, gemeinsam mit der lokalen Bevölkerung einen langfristigen Wandel anzustoßen, der nachhaltend eine Vielzahl an Lebensbereichen betrifft. Unterstützen Sie unsere Entwicklungsarbeit mit Ihrer Spende und begleiten Sie alle Projektbeteiligten auf ihrem Weg!

Add Your Comment

Your email address will not be published. Required fields are marked *

Your Name *

Your Mail *

Your Comment*