Unsere Ziele

Aktion Sodis steht für eine wirkungsorientierte Projektplanung und -Durchführung. Als Werkzeuge dienen hierzu etablierte Tools des Projektmanagements, -Monitorings und der Evaluierung, wie etwa das Logical Framework.

Als oberste Wirkungsziele geben uns die seit 2016 geltenden und von 193 Nationen durch die Vereinten Nationen beschlossenen Sustainable Development Goals Orientierung. In Einklang mit unserer Vision liegt unser Hauptfokus in der Aus- und Weiterbildung lokaler Akteure mit dem Ziel in den ländlichen Gemeinden Boliviens ein Umfeld frei von Gesundheitsrisiken zu schaffen. Ein ganzheitlicher Ansatz kann und darf sich allerdings nicht auf isolierte Maßnahmen und Zielsetzungen beschränken, sondern muss zum Ziel haben gemeinsam mit der lokalen Bevölkerung einen langfristigen Wandel anzustoßen, der nachhaltend eine Vielzahl an Lebensbereichen betrifft.

Micani gilt mit einem durchschnittlichen Familienjahreseinkommen von unter 400 USD als der ärmste Distrikt Boliviens. Hauptursachen sind der fehlende Zugang zu Wasser, die fehlende Infrastruktur und der geringe Bildungsstand der Bevölkerung gelten als Ursache hierfür. Durch eine Verbesserung der Bildungschancen und eine Aufwertung der Infrastruktur Micanis möchten wir langfristig die Menschen der Region dazu befähigen der Armut zu entkommen.
In den letzten Jahren waren aufgrund von Klimaveränderungen vermehrt Dürren und eine verlängerte Trockenzeit zu beobachten - mit katastrophalen Folgen für die Kleinbauern. Bis zu 8 Monate im Jahr ernähren sich die Familien mancher Gemeinden fast ausschließlich von Mais. Zusammen mit angehenden Landwirten versuchen wir neue Anbaumethoden und Wasser sparende Bewässerung zu etablieren um Mangelernährung zu bekämpfen.
Bemerkbar macht sich die starke Benachteiligung der Frauen auf dem Land in der Bildung: nur ungefähr ein Drittel aller Mädchen schließt die Sekundarschule ab. Dabei sind gerade Frauen diejenigen, die sich bei vergangenen Projekten besonders stark für den Wandel in ihren Gemeinden einsetzten. Durch Bildungsmaßnahmen, die sich speziell an Frauen richten, und durch die Unterstützung der Arbeit selbst organisierter Frauenkomitees soll die Rolle der Frau in den Gemeinden gestärkt werden.
Die Förderung der Berufsausbildung für junge Frauen und Männer aus der Provinz und der Aufbau lokaler Strukturen schafft langfristig neue wirtschaftliche Perspektiven für die Menschen der Region.
Die Durchführung technischer Schulungen für lokale Akteure und der Aufbau einer kleinen Metallteilproduktion in Form eines Sozialunternehmens in Micani sind erste Schritte hin zu neuen wirtschaftlichen Perspektiven in dem Distrikt.
Weniger Ungleichheiten
Der Rückgang der Entwaldung in der Region durch die Verbreitung Holz sparender Biomassekochstellen führt letztlich zu einem nachhaltigeren Umgang mit den begrenzten Ressourcen der Region. Langfristig profitieren davon insbesondere die Kleinbauern, die auf die wenigen Bäume angewiesen sind, denn diese halten die Erosion auf, bringen neue Biomasse in die nährstoffarmen Böden ein und sind einem guten Mikroklima zuträglich.
Verantwortungsvolle Konsum- und Produktionsmuster
In wenigen Regionen der Welt können die Auswirkungen des Klimawandels in solchem Maße beobachtet werden, wie im bolivianischen Hochland. In den vergangenen Jahren setzte die Regenzeit um Wochen verspätet ein, was die Lebensgrundlage der Kleinbauern Micanis empfindlich trifft. Durch den Bau Holz sparender Kochstellen können die durch Kochen verursachten Treibhausgasemissionen um bis zu 70% verringert werden und tragen so zum direkt zum Klimaschutz bei.
Leben unter Wasser
Leben an Land
Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen

Quelle: https://www.un.org/sustainabledevelopment/sustainable-development-goals/